Die Hysterosalpingographie ist eine radiologische Untersuchung, die die Darstellung der Gebärmutter und Eileiter ermöglicht. Durch die Verwendung eines Kontrastmittels während des Eingriffs wird der strukturelle Zustand der Fortpflanzungsorgane beurteilt und Probleme wie Verschlüsse können detailliert festgestellt werden.

Diese Untersuchung, die mit dem Ziel durchgeführt wird, die Durchgängigkeit der Eileiter zu beurteilen, liefert durch Darstellung der Flussgeschwindigkeit und Verteilung des Kontrastmittels wichtige Informationen in der Infertilitätsabklärung. Strukturelle Anomalien werden in diesem Stadium klar definiert.

Auf die Erkennung intrauteriner Pathologien ausgerichtete HSG-Befundungen besitzen einen hohen diagnostischen Wert beim Nachweis von Gebilden wie Polypen, Myomen oder Adhäsionen. Dadurch kann die Therapieplanung wesentlich präziser erfolgen.

Dieser Ansatz, der die Notwendigkeit der klinischen Überwachung nach dem Eingriff erläutert, bietet klare Informationen über das Management möglicher leichter Krämpfe und vorübergehender Beschwerden. Er hilft der Patientin, sich an die folgenden Diagnose- und Behandlungsphasen anzupassen.

WissenswertesInformationen
Name des TestsHysterosalpingographie (HSG) – Gebärmutteraufnahme
Zweck des TestsBeurteilung der Form und Durchgängigkeit der Gebärmutterhöhle und der Eileiter; Abklärung von Ursachen der Unfruchtbarkeit
EinsatzgebieteInfertilitätsabklärung, Untersuchung der Ursachen wiederholter Fehlgeburten, Feststellung von Eileiterverschlüssen oder strukturellen Anomalien
Zeitpunkt der DurchführungNach Ende der Menstruation, in der Regel zwischen dem 6.–12. Zyklustag (ein Zeitraum, in dem eine Schwangerschaft sicher ausgeschlossen ist)
VorbereitungsphaseVor dem Eingriff können Antibiotika und Schmerzmittel empfohlen werden; die Untersuchung sollte nicht während der Menstruation erfolgen, bei bestehender vaginaler Infektion muss sie verschoben werden
Art der DurchführungÜber die Scheide wird ein dünner Katheter in den Gebärmutterhals eingeführt und nach Gabe von Kontrastmittel werden Gebärmutter und Eileiter mittels Röntgen dargestellt
Dauer des EingriffsDauert etwa 5–10 Minuten
Empfindungen während des EingriffsEs kann ein leicht krampfartiger Schmerz oder ein Druck- bzw. Unbehagen empfunden werden; dies kann Regelschmerzen ähneln
Zustand nach dem EingriffLeichte vaginale Blutungen, Schmierblutungen und Unterbauchschmerzen können auftreten; diese klingen meist rasch wieder ab
Mögliche RisikenInfektionen, intrauterine Verwachsungen (selten), allergische Reaktionen auf das Kontrastmittel
Beurteilung der ErgebnisseDie Gebärmutterhöhle, ihre Form, die Durchgängigkeit der Eileiter und der Übertritt des Kontrastmittels in die Bauchhöhle werden beurteilt
Alternative MethodenSonohysterographie, Laparoskopie, Hysteroskopie
KontraindikationenVerdacht auf Schwangerschaft, aktive Beckeninfektion, Menstruationsperiode
Wichtige HinweiseWenn die Beschwerden nach dem Eingriff nicht innerhalb weniger Tage abklingen oder Fieber, übelriechender Ausfluss o.Ä. auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden
dr.melih web foto Hysterosalpingographie

Op. Dr. Ömer Melih Aygün
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe / Erfahrener Spezialist für Unfruchtbarkeit

Von dem türkischen Gesundheitsministerium zertifizierter Spezialist für Unfruchtbarkeit. Seit 1997 Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe. Erfahrener Spezialist für Unfruchtbarkeit mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in der Privatmedizin. 25 Jahre internationale Berufserfahrung.

In den letzten 9 Jahren hat er über 15.000 Eizellentnahmen durchgeführt.

Ein selbstständiger Profi mit ausgeprägten Kommunikations- und Problemlösungsfähigkeiten. Verfügt über ausgezeichnete zwischenmenschliche Fähigkeiten, um Konsens zu schaffen und Teamarbeit zu fördern.

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Was ist eine Hysterosalpingographie?

Die Hysterosalpingographie (HSG) ist ein röntgenologisches Bildgebungsverfahren mit Kontrastmittel, das angewendet wird, um die Struktur und Durchgängigkeit der Gebärmutter (Uterus) und der Eileiter (Tuben) zu beurteilen. Sie wird in der Regel im Rahmen der Infertilitätsabklärung eingesetzt. Während des Eingriffs wird über den Gebärmutterhals eine spezielle Flüssigkeit eingebracht, wodurch klar dargestellt werden kann, ob die Eileiter durchgängig sind und wie die intrauterinen Strukturen aussehen. Der Eingriff ist schmerzfrei oder wird in kurzer Zeit unter leichten Krämpfen abgeschlossen.

Warum wird eine Gebärmutteraufnahme (HSG) angeordnet?

Die HSG ist ein diagnostisches Verfahren, das entwickelt wurde, um zwei entscheidende Fragen zu beantworten: Erstens, sind die Eileiter – der Ort, an dem sich Spermium und Eizelle treffen und der befruchtete Embryo seine Wanderung zur Gebärmutter beginnt – durchgängig? Zweitens, ist die Form der Gebärmutterhöhle, in der sich der Embryo einnisten und entwickeln soll, normal, oder gibt es dort ein raumforderndes Gebilde (z. B. Polyp, Myom) oder Verwachsungen?

Ein erheblicher Teil der weiblichen Infertilität beruht auf Verschlüssen oder Schädigungen der Eileiter. Ebenso können strukturelle Störungen in der Gebärmutter die Einnistung des Embryos verhindern oder zu Fehlgeburten führen. Die HSG liefert sehr wertvolle Informationen über diese beiden lebenswichtigen Bereiche in nur einem Eingriff. Deshalb gehört sie bei Paaren, die sich wegen Kinderlosigkeit vorstellen, meist zu den ersten Basisuntersuchungen. Ein normaler HSG-Befund gibt eine große Sicherheit dafür, dass die Eileiter offen sind, während ein pathologischer Befund uns direkt zur Ursache des Problems führt und eine gezielte Therapieplanung ermöglicht.

Wann ist eine Gebärmutteraufnahme (HSG) in der Infertilitätsdiagnostik erforderlich?

Die Entscheidung zur Durchführung einer HSG wird entsprechend der individuellen Situation des Paares getroffen, es gibt jedoch einige häufige Szenarien:

Die wichtigste Indikation ist die Infertilitätsabklärung: Wenn bei Frauen unter 35 Jahren trotz 12 Monaten regelmäßigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft eintritt, oder bei Frauen ab 35 Jahren innerhalb von 6 Monaten, wird mit einer Infertilitätsabklärung begonnen. Im Rahmen dieser Standardabklärung wird eine HSG angeordnet, um den anatomischen Zustand von Gebärmutter und Eileitern zu beurteilen.

Wiederholte Fehlgeburten: Wenn zwei oder mehr Schwangerschaften mit einer Fehlgeburt enden, müssen die zugrunde liegenden Ursachen untersucht werden. Strukturelle Probleme in der Gebärmutter (angeborene Anomalien, Polypen, Myome oder Verwachsungen) können für diese Verluste verantwortlich sein. Die HSG wird häufig zur Abklärung solcher Probleme eingesetzt.

Kontrolle nach Tubenligatur (Sterilisation): Bei Frauen, die sich im Rahmen einer definitiven Empfängnisverhütung die Eileiter unterbinden lassen haben, kann (insbesondere bei hysteroskopischer Methode) etwa drei Monate nach dem Eingriff eine HSG notwendig sein, um zu bestätigen, dass der Eingriff erfolgreich war und die Eileiter vollständig verschlossen sind.

Gibt es Probleme, die mit der Gebärmutteraufnahme (HSG) nicht gezeigt oder diagnostiziert werden können?

Ja, das ist ein sehr wichtiger Punkt. Man muss sich bewusst machen, dass die HSG im Wesentlichen das Innere der Gebärmutterhöhle und das Lumen der Eileiter darstellt. Daher können Probleme, die außerhalb dieser Strukturen liegen, nicht diagnostiziert werden.

Einige Zustände, die durch eine HSG nicht oder nur unzureichend beurteilt werden können, sind:

  • Endometriose („Schokoladenzysten“)
  • Der Zustand der Eierstöcke oder Ovarialzysten
  • Myome, die in der Muskelschicht der Gebärmutter (intramural) oder an deren Außenseite (subserös) liegen und die Höhle nicht verformen
  • Verwachsungen um die Eileiter herum (peritubare Adhäsionen)

Mit der HSG kann lediglich ein Verdacht auf Verwachsungen um die Eileiter geäußert werden. Beispielsweise kann, obwohl das Kontrastmittel durch den Eileiter fließt, eine „Poolbildung“ in einem begrenzten Bereich auffallen, anstatt dass sich das Kontrastmittel frei verteilt; dies kann auf Adhäsionen am Ende oder in der Umgebung des Eileiters hinweisen. Eine endgültige Diagnose solcher Zustände ist jedoch nur mittels Laparoskopie (Schlüssellochchirurgie) durch direkten Blick in die Bauchhöhle möglich.

Wer sollte keine Gebärmutteraufnahme (HSG) durchführen lassen?

Damit die HSG eine sichere und sinnvolle Untersuchung ist, ist eine sorgfältige Patientinnenauswahl entscheidend. In einigen Situationen darf die Untersuchung auf keinen Fall durchgeführt werden.

Absolute Kontraindikationen sind:

  • Schwangerschaft oder Verdacht auf bestehende Schwangerschaft
  • Aktive oder vermutete Beckeninfektion (Pelvic Inflammatory Disease – PID)
  • Starke, aktive uterine Blutung, die die Untersuchung unmöglich macht

Vorsicht ist außerdem bei Patientinnen mit bekannter schwerer Allergie gegen jodhaltige Kontrastmittel oder Meeresfrüchte geboten. In solchen Fällen können ultraschallbasierte Methoden mit nicht jodhaltigen Flüssigkeiten (z. B. Salininfusionssonographie) eine sicherere Alternative sein. Bei Patientinnen mit schweren Schilddrüsenerkrankungen (z. B. Morbus Basedow) ist ebenfalls Vorsicht geboten, da die Jodbelastung problematisch sein kann.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Gebärmutteraufnahme (HSG)?

Der Zeitpunkt der Untersuchung ist für die Sicherheit und die Bildqualität von kritischer Bedeutung. Die HSG sollte nach dem vollständigen Ende der Menstruationsblutung, aber vor dem Eisprung, also in der frühen bis mittleren Follikelphase, durchgeführt werden.

Dies entspricht in der Regel dem 5.–12. Zyklustag. Diese Wahl des Zeitpunkts hat zwei Hauptziele:

Sicherzustellen, dass die Patientin nicht schwanger ist (Vermeidung einer Schädigung einer frühen Schwangerschaft durch Röntgenstrahlung oder den Eingriff selbst).

Die Phase zu erfassen, in der die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) am dünnsten ist. Dadurch wird die Gebärmutterhöhle klarer dargestellt und ein verdicktes Endometrium wird nicht fälschlicherweise als Polyp oder Myom fehlinterpretiert.

Welche Vorbereitung ist vor einer Gebärmutteraufnahme (HSG) notwendig?

Die Vorbereitung vor der HSG ist relativ einfach, aber wichtig.

  • Schwangerschaftstest: Unmittelbar vor der Untersuchung ist ein Urin-Schwangerschaftstest verpflichtend, um eine eventuelle Schwangerschaft sicher auszuschließen.
  • Sexuelle Abstinenz: Zur Erhöhung der Sicherheit wird im Allgemeinen empfohlen, vom Beginn der Menstruation bis zum Abschluss der HSG keinen Geschlechtsverkehr zu haben.
  • Schmerzbehandlung: Die Gabe des Kontrastmittels während der HSG kann krampfartige Schmerzen ähnlich wie Regelschmerzen verursachen. Um diese Krämpfe zu verringern, wird häufig empfohlen, 30–60 Minuten vor der Untersuchung ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR) wie Ibuprofen einzunehmen. Dies ist eine gängige, risikoarme Standardpraxis.
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Ist die Einnahme von Antibiotika vor einer Gebärmutteraufnahme (HSG) notwendig?

Die routinemäßige Verabreichung von Antibiotika vor einer HSG wird nicht für jede Patientin empfohlen. Das Risiko für eine Infektion nach dem Eingriff ist insgesamt sehr gering (etwa 1,4–3,4 %).

Eine Antibiotikaprophylaxe (vorbeugende Gabe von Antibiotika) wird in der Regel für bestimmte Situationen mit erhöhtem Infektionsrisiko vorbehalten:

  • Patientinnen mit Vorgeschichte einer Beckeninfektion (PID)
  • Patientinnen, bei denen während der Untersuchung ein „Hydrosalpinx“ (Flüssigkeitsansammlung im Eileiter) festgestellt wird

Wenn während der Untersuchung festgestellt wird, dass die Eileiter erweitert und verschlossen sind (Hydrosalpinx), kann dies auf eine bestehende chronische Infektion hinweisen und in diesem Fall kann eine Antibiotikatherapie begonnen werden, um eine postprozedurale Infektion zu verhindern.

Wie wird eine Gebärmutteraufnahme (HSG) Schritt für Schritt durchgeführt?

Die HSG wird in der Regel ambulant in radiologischen Abteilungen oder gynäkologischen Kliniken durchgeführt, und die aktive Untersuchungszeit beträgt etwa 5–10 Minuten.

  • Lagerung: Die Patientin wird in gynäkologischer Untersuchungsposition auf dem Röntgen- bzw. Fluoroskopietisch gelagert.
  • Spekulum und Reinigung: Zur Darstellung des Gebärmutterhalses wird ein Spekulum in die Scheide eingeführt. Der Gebärmutterhals wird sorgfältig mit einer antiseptischen Lösung (z. B. Betadin) gereinigt, um das Eindringen von Bakterien in die Gebärmutter zu verhindern.
  • Einführen des Katheters: Um die Gebärmutterhöhle zu erreichen, wird ein dünner Spezialkatheter (Schlauch) über den Gebärmutterhals eingeführt. Am Ende des Katheters befindet sich meist ein kleiner Ballon, der aufgeblasen wird, um den Gebärmutterhals abzudichten und ein Zurückfließen des Kontrastmittels zu verhindern.
  • Injektion des Kontrastmittels: Über den Katheter wird ein jodhaltiges Kontrastmittel langsam und kontrolliert in die Gebärmutterhöhle injiziert. Es ist normal, während dieser Injektion Krämpfe zu verspüren.
  • Bildgebung: Während das Kontrastmittel verabreicht wird, wird seine Bewegung in Echtzeit mittels Fluoroskopie beobachtet und es werden Serienaufnahmen gemacht. Diese Bilder zeigen:
    • das Füllen der Gebärmutter mit Kontrastmittel,
    • die Form der Gebärmutterhöhle,
    • den Durchtritt der Flüssigkeit durch die Eileiter,

und schließlich das Ausfließen („Spill“) der Flüssigkeit aus den Enden der Eileiter in die Bauchhöhle.

Wichtige technische Hinweise: Während des Eingriffs muss darauf geachtet werden, dass keine Luftblasen in die Gebärmutter gelangen. Luft erscheint auf den Röntgenaufnahmen ebenfalls als „Füllungsdefekt“ und kann fälschlicherweise als Polyp interpretiert werden.

Außerdem kann der Schmerz während der Untersuchung oder die Manipulation des Gebärmutterhalses zu einem vorübergehenden Spasmus an den Gebärmutterecken führen, wo die Eileiter in die Gebärmutter münden – dies wird als „cornualer Spasmus“ bezeichnet. Ein solcher Spasmus kann dazu führen, dass ein in Wirklichkeit durchgängiger Eileiter fälschlich als verschlossen erscheint. Dies gehört zu den „falsch-positiven“ Ergebnissen der HSG und wird von erfahrenen Ärztinnen und Ärzten stets mitberücksichtigt.

Was erwartet mich nach einer Gebärmutteraufnahme (HSG)?

Die meisten Frauen können unmittelbar nach der Untersuchung zu ihren normalen Alltagsaktivitäten zurückkehren. Einige leichte Beschwerden nach dem Eingriff sind zu erwarten.

Leichte Beschwerden nach der Untersuchung sind normal:

  • Leichte bis mäßige Krämpfe (klingen in der Regel innerhalb weniger Stunden ab)
  • Leichte Schmierblutungen oder geringe vaginale Blutungen über ein bis zwei Tage
  • Eine klebrige, medikamentenhaltige Absonderung durch den teilweise zurückfließenden Kontrast

In dieser Zeit wird zur Verringerung des Infektionsrisikos die Verwendung von Damenbinden anstelle von Tampons empfohlen.

In welchen Fällen sollte ich nach einer Gebärmutteraufnahme (HSG) dringend einen Arzt aufsuchen?

Die HSG ist ein sehr sicheres Verfahren, dennoch können selten Komplikationen auftreten. Es ist wichtig, auf Infektionszeichen zu achten.

Folgende Symptome können auf eine Infektion oder ein ernstes Problem hinweisen und erfordern sofortige ärztliche Abklärung:

  • Zunehmende oder starke Unterbauch- bzw. Beckenschmerzen
  • Hohes Fieber
  • Schüttelfrost
  • Übelriechender vaginaler Ausfluss
  • Starke oder anhaltende vaginale Blutung (ähnlich einer Menstruationsblutung)

Zum Glück treten schwere Komplikationen wie Ohnmacht (vasovagale Reaktion), Uterusperforation oder schwere allergische Reaktionen auf das Kontrastmittel in weniger als 1 % der Fälle auf.

Wie sieht ein normaler Befund der Gebärmutteraufnahme (HSG) aus?

Bei einer normalen HSG ist zu sehen, wie sich die glatte, dreieckige Gebärmutterhöhle vollständig mit Kontrastmittel füllt. Anschließend fließt das Kontrastmittel von den Gebärmutterecken als feine, regelmäßige Linien in die Eileiter. Schließlich ist zu erkennen, wie die Flüssigkeit aus den fimbrienbesetzten Enden beider Eileiter frei in die Bauchhöhle austritt und sich um die Darmschlingen verteilt. Dieser „freie Spill“ bestätigt, dass die Eileiter offen und gesund sind.

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    Welche Eileiterprobleme können in der Gebärmutteraufnahme (HSG) festgestellt werden?

    Zu den häufigsten Ursachen weiblicher Infertilität gehören Probleme, die die Eileiter betreffen. Die HSG ist die wichtigste Methode zum Nachweis dieser Störungen.

    • Tubare Obstruktion (Okklusion): Eine Situation, in der das Kontrastmittel einen bestimmten Abschnitt des Eileiters nicht passieren kann und kein Übertritt in die Bauchhöhle erfolgt.
    • Proximale Obstruktion: Verschluss im Eileiterabschnitt, der der Gebärmutter am nächsten liegt. Wie bereits erwähnt, kann dieser Befund durch einen vorübergehenden, durch den Eingriff ausgelösten „cornualen Spasmus“ bedingt sein und ist daher weniger verlässlich. Bei bis zu etwa 60 % dieser Patientinnen zeigt eine spätere Wiederholungsaufnahme oder Laparoskopie, dass die Eileiter in Wirklichkeit offen sind.
    • Distale Obstruktion: Verschluss im distalen (fimbrialen) Abschnitt des Eileiters. Dies ist meist ein schwerwiegenderer Befund, der nach durchgemachten Beckeninfektionen, Endometriose oder Beckenoperationen entsteht und direkt zur Entwicklung eines „Hydrosalpinx“ führt.
    • Hydrosalpinx: Einer der kritischsten Befunde. Bei einem Verschluss am distalen Ende des Eileiters sammelt sich mit der Zeit Flüssigkeit im Inneren, und der Eileiter dilatiert. In der HSG erscheint dies als erweiterte, geschlängelte, „wurstförmige“ Struktur, die sich mit Kontrast füllt, ohne dass ein Spill in die Bauchhöhle zu sehen ist.
    • Salpingitis Isthmica Nodosa (SIN): Ein Zustand, bei dem es im proximalen, der Gebärmutter nahen Abschnitt des Eileiters zu knotigen Verdickungen und kleinen Ausstülpungen (Divertikeln) kommt. In der HSG zeigt sich dies als kleine, sackartige Kontrastmittelaustritte außerhalb dieses Tubenabschnitts. Diese Erkrankung ist sowohl mit Infertilität als auch mit einem deutlich erhöhten Risiko für Extrauteringravidität assoziiert.
    • Peritubare Adhäsionen (Verwachsungen um die Eileiter): Die HSG kann Adhäsionen nicht direkt darstellen. Wenn sich das Kontrastmittel nach Verlassen des Eileiters jedoch nicht frei verteilt, sondern in einem kleinen, unregelmäßigen Areal um den Eileiter „gefangen“ bleibt (Pooling), deutet dies stark auf peritubare Verwachsungen hin.

    Welche Probleme innerhalb der Gebärmutter können in der Gebärmutteraufnahme (HSG) sichtbar werden?

    Intrauterine Pathologien erscheinen in der HSG typischerweise als sogenannte „Füllungsdefekte“, das heißt als Bereiche in der Gebärmutterhöhle, die nicht mit Kontrastmittel ausgefüllt werden.

    Es ist jedoch zu betonen, dass die Spezifität der HSG zum Nachweis intrauteriner Pathologien begrenzt ist. Viele Strukturen, die wie ein „Füllungsdefekt“ aussehen (Luftblasen, Koagel, verdickte Gebärmutterschleimhaut), sind in Wahrheit keine Polypen oder Myome (falsch-positive Befunde). Daher dient die HSG in Bezug auf die Gebärmutterhöhle als Screening-Test; für eine endgültige Diagnose sind in der Regel eine Salininfusionssonographie (SIS) oder eine Hysteroskopie erforderlich.

    Typische intrauterine Füllungsdefekte sind:

    • Endometrialpolypen
    • Submuköse Myome (Myome, die auf das Endometrium drücken)
    • Intrauterine Adhäsionen (Synechien / Asherman-Syndrom)
    • Angeborene Uterusanomalien (Septum, Doppelgebärmutter usw.)

    Wie werden angeborene Uterusanomalien in der Gebärmutteraufnahme (HSG) erkannt?

    Die HSG stellt die innere Kontur der Gebärmutterhöhle sehr deutlich dar, was sie zu einem ausgezeichneten Instrument für das Screening von angeborenen Formanomalien der Gebärmutter (Müller-Gang-Anomalien) macht.

    Allerdings besteht eine entscheidende Einschränkung der HSG: Sie zeigt nicht die äußere Kontur (serosale Oberfläche) der Gebärmutter. Deshalb kann man, wenn eine Septierung innerhalb der Gebärmutterhöhle sichtbar ist, nicht mit Sicherheit sagen, ob es sich um einen „Septumuterus“ (äußerlich normaler Uterus mit innerem Septum) oder um einen „bikornuen Uterus“ (zweihörnige Gebärmutter mit Einziehung auch außen) handelt. Dieser Unterschied ist äußerst wichtig, da er das therapeutische Vorgehen grundlegend verändert und mittels 3D-Ultraschall oder MRT geklärt werden muss.

    Zu den häufigen Anomalien, die dargestellt werden können, gehören:

    • Uterusseptum (Gebärmutter mit Septum)
    • Unikorner Uterus oder bikorner Uterus
    • Uterus didelphys (Doppelgebärmutter)
    • Arkuater Uterus (herzförmige Gebärmutter)

    Warum wird vor einer IVF-Behandlung eine Gebärmutteraufnahme (HSG) angeordnet?

    Patientinnen fragen häufig: „Wenn wir ohnehin eine IVF-Behandlung machen und die IVF die Eileiter ‚umgeht‘ (sie also funktionell nicht benötigt), warum müssen wir dann trotzdem eine HSG machen lassen?“

    Dies ist eine sehr berechtigte Frage, und die Antwort liegt in zwei entscheidenden Faktoren, die den Erfolg einer IVF-Behandlung direkt beeinflussen.

    Nachweis eines Hydrosalpinx: Der wichtigste Grund für die Anforderung einer HSG vor IVF ist dieser. Verschlossene Eileiter mit Entwicklung eines „Hydrosalpinx“ beeinträchtigen den Erfolg der IVF-Behandlung massiv. Das Vorliegen eines Hydrosalpinx senkt die Implantations- und Schwangerschaftsraten etwa um 50 % und verdoppelt das Fehlgeburtsrisiko. Der Grund ist, dass die Flüssigkeit im Hydrosalpinx toxisch (embryotoxisch) ist und durch ständiges Zurückfließen in die Gebärmutterhöhle das für die Einnistung notwendige Endometriummilieu stört.

    Beurteilung der Gebärmutterhöhle (des „Nestes“ für den Embryo): Bei der IVF wird der Embryo im Labor erzeugt und direkt in die Gebärmutter eingesetzt. Dieses „Nest“ muss optimal sein. Die HSG dient zum Screening auf Polypen, Myome, Adhäsionen oder angeborene Septen, die die Einnistung mechanisch behindern können. Wenn in der HSG eine Anomalie vermutet wird, maximiert die Korrektur dieser Störung mittels Hysteroskopie vor dem Embryotransfer die Erfolgschancen.

    Was ist zu tun, wenn in der Gebärmutteraufnahme (HSG) ein „Hydrosalpinx“ festgestellt wird?

    Der Nachweis eines Hydrosalpinx in der HSG ist ein kritischer Befund, der im Rahmen der IVF-Behandlung zwingend einer Intervention bedarf. Direkt zum Embryotransfer überzugehen, obwohl ein Hydrosalpinx vorliegt, würde bedeuten, die Erfolgschance wissentlich um etwa 50 % zu reduzieren.

    Der Standardansatz besteht daher darin, die Verbindung zwischen dieser toxischen Flüssigkeit und der Gebärmutterhöhle vor dem Embryotransfer zu unterbinden.

    • Laparoskopische Salpingektomie (Entfernung des Eileiters): Dies ist der Goldstandard der Behandlung. Der betroffene, flüssigkeitsgefüllte Eileiter wird mittels Laparoskopie (Schlüssellochchirurgie) chirurgisch entfernt. Dadurch wird der Zufluss der toxischen Flüssigkeit in die Gebärmutter vollständig gestoppt und die IVF-Erfolgsraten werden auf das Niveau von Patientinnen ohne Hydrosalpinx zurückgeführt.
    • Proximale Tubenokklusion: Wenn die Entfernung des Eileiters wegen dichter Verwachsungen (z. B. Gefahr einer Darmschädigung) zu riskant ist, besteht eine Alternative darin, den Eileiter dort, wo er an der Gebärmutter ansetzt (proximales Ende), laparoskopisch oder hysteroskopisch zu verschließen. Das Ziel ist auch hier, den Übertritt der Flüssigkeit in die Gebärmutter zu verhindern.

    Wenn in der Gebärmutteraufnahme (HSG) ein Polyp oder Myom in der Gebärmutter gesehen wird, ist vor IVF eine Behandlung erforderlich?

    Ja. Die Gebärmutterhöhle muss die bestmögliche Umgebung für die Einnistung des Embryos bieten. Intrauterine Läsionen, die in der HSG verdächtig erscheinen und durch Salininfusionssonographie (SIS) oder Hysteroskopie bestätigt werden, werden in der Regel behandelt, bevor ein IVF-Zyklus begonnen wird.

    Polypen, submuköse Myome und Adhäsionen können die Einnistung des Embryos mechanisch behindern, eine chronische Entzündung in der Gebärmutterhöhle verursachen oder die Rezeptivität des Endometriums beeinträchtigen.

    • Operative Hysteroskopie: Dies ist die Goldstandardmethode zur gleichzeitigen endgültigen Diagnose und Behandlung dieser Probleme.
    • Myomektomie (Myomentfernung): Submuköse Myome, die in die Gebärmutterhöhle hineinragen, werden standardmäßig hysteroskopisch entfernt.
    • Laparoskopische Adhäsiolyse (Lösen von Verwachsungen): Das Durchtrennen intrauteriner Adhäsionen zur Wiederherstellung von normaler Form und Volumen der Gebärmutterhöhle erhöht die Einnistungschancen.

    Hat die Gebärmutteraufnahme (HSG) einen therapeutischen Effekt, z. B. ein „Öffnen“ der Eileiter?

    Neben ihrer diagnostischen Rolle wird bei der HSG seit Langem ein potenziell therapeutischer Effekt beobachtet, der als „tubal flushing“ (Spülung der Eileiter) bekannt ist. Es wurde festgestellt, dass der Eingriff selbst – insbesondere in den folgenden 3 Monaten – bei einigen Frauen die Wahrscheinlichkeit einer spontanen Schwangerschaft leicht erhöht.

    Es gibt mehrere Theorien, wie dieser Effekt zustande kommt:

    • Mechanische Reinigung
    • Einfluss auf das Immunsystem (Immunmodulation)
    • Effekt auf die Gebärmutterschleimhaut

    Die am weitesten akzeptierte Theorie besagt, dass das unter Druck verabreichte Kontrastmittel Schleimpfropfen, Zellreste oder zarte, filmartige Adhäsionen in den Eileitern „ausspült“ und dadurch den Weg für Spermium und Eizelle frei macht.

    Ist für die Gebärmutteraufnahme (HSG) ein öl- oder wasserbasiertes Kontrastmittel besser?

    Die Diskussion um den „therapeutischen Effekt“ steht in direktem Zusammenhang mit der Art des verwendeten Kontrastmittels. Traditionell werden wasserlösliche (WBCM) und ölige (OBCM) Kontrastmittel eingesetzt.

    Große, multizentrische, randomisierte Studien und Metaanalysen haben klar gezeigt, dass die Verwendung eines öligen Kontrastmittels der eines wasserlöslichen hinsichtlich der Steigerung der Fertilität überlegen ist.

    Die Durchführung einer HSG mit ölhaltigem Kontrastmittel ist im Vergleich zu wasserlöslichem Kontrastmittel mit einer etwa 10%igen Zunahme der Rate an fortbestehenden Schwangerschaften und Lebendgeburten in den folgenden sechs Monaten verbunden. Diese Evidenz hat insbesondere bei bestimmten Patientengruppen mit „ungeklärter Infertilität“ die ölbasierten HSG-Untersuchungen von einem rein diagnostischen Test zu einer kostengünstigen Therapie der ersten Wahl gemacht.

    Allerdings haben ölige Kontrastmittel auch ein anderes Risikoprofil: eine langsamere Ausscheidung aus dem Körper, ein seltenes Risiko für Fettembolien sowie die Möglichkeit, die Schilddrüsenfunktion vorübergehend zu beeinflussen, bedingt durch den hohen Jodgehalt. Daher sollten sie besonders bei Patientinnen mit bekannter Schilddrüsenerkrankung mit Vorsicht eingesetzt werden.

    Können ultraschallbasierte Methoden (SIS, HyCoSy) anstelle der Gebärmutteraufnahme (HSG) verwendet werden?

    Ja, in den letzten Jahren haben sich ultraschallbasierte Techniken, die keine Strahlenbelastung verursachen und in einer Praxisumgebung durchgeführt werden können, als starke Alternativen zur HSG etabliert.

    • Beurteilung der Gebärmutterhöhle: Zur Beurteilung des Inneren der Gebärmutter ist die Salininfusionssonographie (SIS) der HSG deutlich überlegen. Im Vergleich zur Hysteroskopie zeigt SIS eine wesentlich höhere Genauigkeit als die HSG, und die Rate falsch positiver Befunde (z. B. scheinbarer Polypen) ist bei SIS sehr gering.
    • Beurteilung der Tubendurchgängigkeit: Die Hysterosalpingo-Kontrastsonographie (HyCoSy) oder Hysterosalpingo-Schaumsonographie (HyFoSy) werden zur Beurteilung der Tubendurchgängigkeit mittels Ultraschall eingesetzt. Hierbei wird eine spezielle Schaum- oder Kontrastlösung in die Gebärmutter eingebracht und ihr Durchtritt durch die Eileiter sonographisch verfolgt. Vorteile sind das Fehlen von Strahlenbelastung und in der Regel geringere Schmerzen.

    Dennoch wird angenommen, dass die HSG nach wie vor besser geeignet ist, die detaillierte Anatomie der Tuben, ihre innere Struktur und spezifische Pathologien wie SIN darzustellen.

    Was ist der Unterschied zwischen Gebärmutteraufnahme (HSG) und Hysteroskopie?

    Diese beiden Verfahren werden oft miteinander verwechselt, ihre Ziele und Methoden unterscheiden sich jedoch grundlegend.

    Gebärmutteraufnahme (HSG): Es handelt sich um eine Röntgenuntersuchung. Sie zeigt den „Schatten“ der Gebärmutterhöhle und der Eileiter. Sie wird vorrangig als Screening-Test für die Tubendurchgängigkeit und intrauterine Anomalien eingesetzt. Sie stellt keine endgültige Diagnose, sondern weckt einen Verdacht.

    Hysteroskopie: Dabei wird ein dünnes Instrument mit Kamera (Hysteroskop) in die Gebärmutter eingeführt. So kann das Innere der Gebärmutter direkt inspiziert werden. Sie ist der Goldstandard zur Diagnose intrauteriner Pathologien (Polypen, Myome, Verwachsungen, Septen). Der größte Vorteil besteht im „see and treat“-Prinzip: Sobald eine Anomalie entdeckt wird, kann sie im gleichen Eingriff operativ korrigiert werden (operative Hysteroskopie).

    Kurz gesagt: Die HSG sagt „Hier könnte ein Problem sein“, die Hysteroskopie sagt „Das ist das Problem, und ich behebe es jetzt“.

    Was ist der Unterschied zwischen Gebärmutteraufnahme (HSG) und Laparoskopie (Schlüssellochchirurgie)?

    Dies ist eine weitere wichtige Unterscheidung. Beide Methoden können die Eileiter beurteilen, jedoch aus völlig unterschiedlichen Perspektiven.

    Gebärmutteraufnahme (HSG): Zeigt das Innere von Gebärmutter und Eileitern. Die äußeren Oberflächen bleiben unsichtbar. Die Untersuchung ist minimal invasiv und erfordert keine Allgemeinanästhesie.

    Laparoskopie (Schlüssellochchirurgie): Dabei handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, bei dem über einen kleinen Schnitt, meist am Nabel, eine Kamera in die Bauchhöhle eingeführt wird; die Patientin befindet sich in Vollnarkose. Es lassen sich die äußeren Oberflächen von Gebärmutter, Eileitern und Eierstöcken sowie alle Strukturen im Bauch- und Beckenraum darstellen.

    Die Laparoskopie ist die einzige Methode, mit der Probleme diagnostiziert werden können, die in der HSG nicht sichtbar sind, darunter:

    • Endometrioseherde („Schokoladenzysten“ und Implantate)
    • Verwachsungen um die Eileiter herum
    • Myome, die sich an der Außenseite der Gebärmutter befinden

    Der Goldstandard zur Beurteilung der Tubendurchgängigkeit ist eigentlich die während einer Laparoskopie durchgeführte Chromopertubation, bei der über den Gebärmutterhals eine blaue Farbe (z. B. Methylenblau) injiziert wird und das Austreten an den Fimbrienenden der Eileiter direkt beobachtet wird. Da es sich bei der Laparoskopie jedoch um einen operativen Eingriff handelt, wird sie nicht nur zu Screeningzwecken eingesetzt; sie wird durchgeführt, wenn in der HSG eine Anomalie festgestellt wurde oder ein hoher Verdacht auf Endometriose/Adhäsionen besteht, mit dem Ziel, gleichzeitig Diagnose und Behandlung (Lösen von Verwachsungen, Veröden von Endometrioseherden, Entfernung eines Eileiters etc.) zu ermöglichen.

    Häufig gestellte Fragen

    Die Chance auf eine Schwangerschaft steigt nach einer Hysterosalpingographie besonders in den ersten 3–6 Monaten deutlich an, insbesondere wenn die Durchgängigkeit der Eileiter verbessert wurde. Dies ist der Zeitraum, in dem die Tubendurchgängigkeit am höchsten ist.

    Während der HSG können krampfartige Schmerzen auftreten, die Regelschmerzen ähneln. Die Einnahme von Schmerzmitteln vor dem Eingriff und Entspannungstechniken können den Komfort erhöhen. Der Eingriff dauert in der Regel 5–10 Minuten.

    Ja, leichte Schmierblutungen und krampfartige Schmerzen, die einige Stunden anhalten können, sind nach dem Eingriff sehr häufig. Diese Beschwerden klingen in der Regel innerhalb weniger Tage von selbst ab.

    Eine HSG wird bei Verdacht auf Schwangerschaft, aktiver Beckeninfektion, starker uteriner Blutung oder Kontrastmittelallergie nicht durchgeführt. Bei solchen Patientinnen werden alternative bildgebende Verfahren bevorzugt.

    Die HSG kann mit hoher Genauigkeit zeigen, ob die Eileiter offen oder verschlossen sind. Manchmal kann jedoch ein Tubenspasmus fälschlich den Eindruck eines Verschlusses erwecken; in solchen Fällen kann eine Bestätigung mittels Laparoskopie notwendig sein.

    Bei Patientinnen mit erhöhtem Infektionsrisiko kann der Arzt prophylaktisch ein Antibiotikum verordnen. Eine routinemäßige Antibiotikagabe wird jedoch nicht empfohlen; die Entscheidung erfolgt anhand des individuellen Risikoprofils.

    Die Ergebnisse der HSG liegen meist noch am selben Tag vor. Die Form der Gebärmutter, strukturelle Anomalien und die Durchgängigkeit der Eileiter werden vom Radiologen beschrieben und anschließend von der Gynäkologin bzw. dem Gynäkologen beurteilt.

    In der Regel wird empfohlen, in den ersten 24 Stunden nach dem Eingriff auf Duschen und Geschlechtsverkehr zu verzichten, um das Infektionsrisiko zu senken. Bei Bedarf kann Ihr Arzt diese Zeitspanne verlängern.

    Während des Durchtritts des Kontrastmittels können kleine Verwachsungen in den Eileitern gelöst werden. Dies verbessert die Funktion der Eileiter und erhöht insbesondere bei ungeklärter Infertilität die Chance auf eine Schwangerschaft.

    Die HSG wird in der Regel zwischen dem 6.–10. Zyklustag nach Ende der Menstruation durchgeführt. Dieser Zeitpunkt verbessert sowohl die Darstellung der Gebärmutter als auch die Sicherheit, dass keine frühe Schwangerschaft vorliegt.

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